Die moderne akademische Pilarenarbeit ersetzt die die traditionelle Pilarenarbeit in unserem Spektrum, in der das Pferd zwischen zwei fest installierten Säulen ( = Pilaren) entweder am Zaum fixiert oder per Leine durch einen Helfer am Zaum , durch eine Öse des festen Pilaren geschlauft, auf der Stelle gehalten wird. Diese Methode, obwohl seit vielen Jahrhunderten tradiert und bewährt, bringt großes Gefahrenpotential für Pferd und Reiter mit sich und man braucht, um das Pferd mit Hilfe der Pilaren reell schulen zu können ausreichende, umfassende Erfahrung, um nicht aus Versehen einen falschen Weg einzuschlagen und dem Pferd mehr zu schaden als zu nützen. Bent Branderup, Gründer der Akademischen Reitkunst, hat eine Methode ersonnen, die die Arbeit auf der Stelle, wie wir sie von der althergebrachten Pilarenarbeit kennen , ungefährlicher und auch dem Laien praktikabler zu machen. Am stehenden Pferd werden sowohl die Seitengänge, als auch die Versammlung geschult. Zuerst schulen wir das Pferd so an der Hand, später dann auch eventuell unter dem Sattel- so wie es seit jeher Tradition war. Dies kann für Pferde mit körperlichen Schäden, aber auch für Pferde, die durch falsches Reiten unmotiviert oder traumatisiert geworden sind eine Offenbarung und die Lösung für ihre Probleme sein. Auch Pferde, die schlichtweg nur fortgebildet und geschult werden sollen, profitieren immens von dieser Art der Arbeit. Ausweichbewegungen sind nicht möglich, falsch erlernte Bewegungsabläufe werden korrigiert und Hilfen werden optimal gelehrt und gelernt. Sozusagen die Reitkunst auf das Absolute reduziert.