Meiner Meinung nach ist die Barocke Reitkunst vor allem eine ethische Reitlehre. Der Respekt und die gegenseitige Wertschätzung und Zuneigung zueinander spielen die zentrale Rolle . Es geht zu keinem Zeitpunkt darum, das Pferd, womöglich unter Hinzunahme von Hilfsmitteln wie Schlaufzügeln oder Ausbindern, scharfen Gebissen als Korrekturmittel  oder Techniken ,die auf psychologischem Druck basieren zu etwas zu zwingen, das es nicht leisten kann.
Vielmehr verstehe ich mich als Pädagoge, der seinen Schülern und in conclusio dazu auch ihren Pferden den richtigen Weg zeigt und erklärt. "Bitte" und "Danke" gehören für mich selbstverständlich zum täglichen Umgangston mit dem Pferd, Konsequenz hat für mich nichts mit Gewalt oder Erniedrigung zu tun.
Meiner Meinung nach ist theoretisches Wissen um Anatomie, Psychologie und Biomechanik des Pferdes für seine Ausbildung unabdingbar, weswegen mein Unterricht auch theoretische Elemente enthält.
Durch die mir mögliche Variation von verschiedenen Trainingsmethoden wie Bodenarbeit, Longe, Doppellonge, Handarbeit, Langzügel und Reiten kann ich für jedes Problem den richtigen Lösungsansatz finden.

Die mentale und körperliche Gesundheit des Pferdes zu erhalten oder herzustellen ist das oberste Ziel meiner Arbeit.
Jedes Pferd, unabhängig von Rasse, Veranlagung, Handicap oder Alter wird individuell beobachtet, es gibt kein Schema, lediglich die gemeinsame Arbeit an diesem Ziel steht im Vordergrund .

 

 

 

 

" Natura non artis opus" war das große Motto der höfischen Reitkunst der Renaissance. nur das, was in dr Natur des Pferdes liegt, darf Teil des Trainings sein, wenn unsere Arbeit zum Benefit des Pferdes sein soll. Reitkunst ist niemals künstlich, sondern muss von Können kommen.